„Decoding the Disciplines“ - Komplexe Verständnisthemen gezielt lehren

Das praxistaugliche Analysetool für die Lehre

Sie als Lehrende/r sind mit Ihrem Lehrgebiet gut vertraut. Damit geht einher, dass bei Ihnen viele Ihrer grundlegenden Denkschritte und Vorgehensweisen automatisiert ablaufen. Wie selbstverständlich lösen Sie in kürzester Zeit Aufgaben, die Ihren Studierenden trotz guter Erklärung schwer fallen.

Mittels des Ansatzes „Decoding the Disciplines“ (DtD) können Sie einen Blick in die beim Erfahrenen automatisierten Denkweisen Ihres Fachgebietes werfen. Dadurch werden Sie sich Ihrer fachlichen Denk- und Handlungsweisen bewusster, was Ihnen das Lehren und das Erkennen der Schwierigkeiten der Studierenden erleichtert.

Bei der Lehrberatung mittels Decoding the Disciplines begleiten wir Sie durch eine Reihe von bewährten Schritten: Wir bieten Ihnen zielführende Fragen an, die bei Ihnen Automatismen aufdecken und für neue Einblicke in Ihr Fach- und Lehrgebiet sorgen. Wir erstellen im bzw. nach dem Gespräch mit Ihnen ein graphisches Modell, das die wesentliche Schritte der Vorgehensweise des erfahrenen Anwenders zusammenfasst. Wir beraten Sie zudem gern bei Themen der Umsetzung der gefundenen Schritte in die Lehre, wie bspw. Übungsdesign, Feedback für Studierende, Studierendenmotivation und Messmethoden für Lernerfolg.

Das Angebot ist zusätzlich zur individuellen Lehrberatung auch für die Analyse und Planung eines Studiengangs oder einer Studienphase geeignet, indem bspw. die Frage betrachtet wird: Wo liegen die zentralen fachlich-didaktischen Herausforderungen im Studiengang und wie können diese schlüssig umgesetzt werden?

Was kann mit Decoding the Disciplines bearbeitet werden?

  • Eine Vorlesung
  • Ein Modul
  • Mehrere Module (bspw. Studieneingangsphase)
  • Studiengangsplanung

 

Der Ansatz zur Verbesserung der Lehre von Prof. Dr. Pace geht davon aus, dass Lehrende neben ihrem Fachwissen zusätzlich über weitere fachspezifische Denkweisen und Fähigkeiten verfügen, die ihnen die Problemlösung in ihrem Lehrgebiet erheblich vereinfachen.

In Unternehmen werden beispielsweise nur 2% des Wissens verschriftlicht* und nur 10% des Wissens werden explizit festgehalten.**Viele wirtschaftsrelevante Fähigkeiten sind nur mittels des impliziten Wissens erlernbar, die meist mehr das „wie“ als das „was“ eines Fachgebietes betreffen: Beispielsweise das Management komplexer Aufgaben, der Umgang mit unvollständigen Informationen, große Teile der Personalführungsfähigkeiten, aber auch studienrelevante Fähigkeiten wie das Lesen einer Bilanz sind durch implizites Wissen wesentlich mitbestimmt.

Für dieses Knowhow galt lange Zeit, es sei nicht lehrbar und müsse langfristig mittels Versuch und Irrtum erworben werden. Einigen Studierenden gelingt das Lernen durch Versuch und Irrtum, viele bleiben jedoch auf der Strecke, meist mangels Orientierung, Fehlen von passendem Feedback oder weil die Motivation auf halbem Weg versiegt.

Die Methode „Decoding the Disciplines“ macht nun die spezifischen Denkweisen des Experten sichtbar und leichter erlernbar.

David Pace brachte seinen Studierenden beispielsweise explizit bei, wie man einen geschichtswissenschaftlichen Fachtext so fachspezifisch liest, dass man daraus die wesentlichen Informationen leicht extrahieren kann. Das vorherige Hauptproblem der Studierenden, durch die nebensächlichen Informationen der immensen Literaturmengen überladen zu werden, wurde gelöst. Die Studierenden konnten effizienter und selbständiger lernen.

Im Laufe der letzten Jahre wurde die Methode auch in anderen Lehrgebieten der Geistes- und Naturwissenschaften erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in der Molekularbiologie, der Astronomie, in den Politik- und den Literaturwissenschaften. Daher kann inzwischen davon ausgegangen werden, dass jedes Lehrgebiet seine spezifischen Methoden und Denkweisen hat, die das Lernen wesentlich erleichtern können.


 

Ihr Ansprechpartner:

OF_ZeLL_Bildmarke Ass. iur. Peter Lohse
Hochschul(fach)didaktiker