Forschungszentren-Tour am Campus Wolfsburg zum Thema „Was bewegt uns in der Zukunft?“

  • 09.05.19 15:57
  • Doris Zweck

Woran arbeiten eigentlich die vier Forschungszentren der Ostfalia Hochschule?

Die vier Forschungszentren der Ostfalia, CEMO, ZaF, ZeGI und ZWIRN sind auf Tour durch alle Standorte.

Am Mittwoch, 08.05.19, war die erste Station der Campus Wolfsburg. An Infoständen konnten sich interessierte Hochschulangehörige über die Zentren und ihre Forschungsthemen informieren. Um aktuelle Forschungsfragen in all ihren Facetten zu beleuchten, gab es neben der Ausstellung auch eine Diskussionsrunde zu dem Thema „Was bewegt uns in der Zukunft?".

Herr Prof. Dr. Thomas Cerbe (Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien) entwarf in seinem Impulsvortrag ein Zukunftstableau der „ sharing economy“ mit verschiedenen Verkehrsmitteln wie Fahrrad, Pedelec, E-Scooter, autonomen Flugtaxis und Elektroautos. Er verknüpfte damit die Frage, wie wir eigentlich leben wollen und wie sich dementsprechend das urbane und ländliche Leben ändern muss.

An der anschließenden Diskussion beteiligten sich Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst, Prof. Dr. Ingo Johannsen (beide Fakultät Fahrzeugtechnik), Prof. Dr. Martina Hasseler (Fakultät Gesundheitswesen) und Prof. Dr. Hans-Gerhard Seeba (Fakultät Wirtschaft).

Das Gespräch drehte sich bald nicht nur um die Trends, Produktionsengpässe und Arbeitsplätze, die mit den unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln verbunden sind. So ging der Blick auch über die Organisation physischer Mobilität hinaus: Wenn wir weniger pendeln, seltener auf Dienstreisen gehen und häufiger Home-Office machen können, also Zeit gewinnen, dann können Gedanken, Ideen und Emotionen „auf Reisen gehen". Diese andere Form der Mobilität eröffnet dann wieder neue Möglichkeiten. Ein weiterer Aspekt war, wie die Digitalisierung dazu genutzt werden kann, bei pflegerischer Unterversorgung im ländlichen Raum neue Versorgungsmodelle zu entwickeln. Dabei wurde plädiert, in der Planung und Erschaffung neuer Mobilitätswege grundsätzlich immer nutzeradäquat die Menschen mit ihren Bedürfnissen mit einzubeziehen. Immerhin ist Mobilität ein menschliches Grundbedürfnis, wobei die Menschen in Deutschland zu 80 Prozent per Auto mobil sind. Die Stadtplanung der Zukunft tendiert hin zur „Stadt der kurzen Wege" und gemäß dem Motto der „slow mobility" sollten sich so die Distanzen verkürzen.

Der Meinungsaustausch machte deutlich, dass neue Möglichkeiten der individuellen Mobilität eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellen und Chancen für die Zusammenarbeit aller Disziplinen der Hochschule bieten.

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v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst, Moderatorin Bianca Richter-Harm, Prof. Dr. Ingo Johannsen, Prof. Dr. Martina Hasseler, Prof. Dr. Thomas Cerbe und Prof. Dr. Hans-Gerhard Seeba

 

 

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Der Marktplatz im Gebäude D mit den Infoständen der Forschungszentren

 

Text und Fotos: A. Capelle

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