Ostfalia meist gewählte Hochschule bei Studienanfänger*innen ohne Abitur

  • 31.03.25 11:26
  •   Salzgitter Suderburg Wolfenbüttel / Am Exer Wolfenbüttel Wolfsburg

Die Ostfalia Hochschule ist in Niedersachsen laut Centrum für Hochschulentwicklung CHE die nachgefragteste Hochschule bei Erstsemestern, die auf Basis ihrer beruflichen Qualifikation ein Studium begonnen haben. Jede/r zehnte Studienanfänger*in ohne (Fach-)Abitur in Niedersachsen entschied sich demnach für ein Studium an der Ostfalia (68 von 641). Die Auswertung bezieht sich auf die jüngsten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2023.

Laut CHE-Analyse gab es in Niedersachsen im Jahr 2023 insgesamt 3.490 Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung. Die aktuelle Quote der Studienanfänger*innen ohne (Fach-)Abitur sei konstant bei 2,1 Prozent. Das entspricht 641 Erstsemestern ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife. Die meisten Studienanfänger*innen haben laut dem CHE-Bericht an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel ein Studium angefangen (68/10,61%). Danach folgen die Hochschule Hannover (60/9,36%) sowie die Jade Hochschule – Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth und die Hochschule Osnabrück (jeweils 59/9,20%). 

Vor gut 15 Jahren wurde das Studium ohne allgemeine Hochschul- und Fachhochschulreife in Deutschland eingeführt. Seitdem haben rund 95.000 Personen auf diesem Weg erfolgreich einen Studienabschluss erworben. Dem aktuellen Monitoringbericht des CHE zufolge sind aktuell an deutschen Hochschulen knapp 70.000 Studierende ohne Abitur eingeschrieben. Danach studiert der überwiegende Teil der beruflich qualifizierten Studierenden an einer Fachhochschule/Hochschule für angewandte Wissenschaften und wählt damit einen deutlichen Praxisbezug.

Zum Hintergrund:

Der Begriff „Studierende ohne Abitur“ bezeichnet Personen, die weder über eine allgemeine Hochschulreife noch über eine Fachhochschulreife verfügen, sondern die Hochschulzugangsberechtigung über den beruflichen Weg erlangt haben. Das kann einerseits durch eine Berufsausbildung in Kombination mit Berufspraxis erfolgen, andererseits durch den Abschluss einer beruflichen Aufstiegsfortbildung, z. B. als Meister*in, Fachwirt*in, oder durch Abschlüsse an einer Fachschule. Ebenfalls als Studierende ohne (Fach-)Abitur gelten Personen, die eine Eignungs- oder Begabtenprüfung erfolgreich bestanden haben.

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